Modernes Controlling erfordert neue Kennzahlen

Nicht nur für große Unternehmen, auch für kleine und mittelständische Unternehmen sind die Controlling-Instrumente wichtig. Denn diese ermöglichen eine andauernde Transparenz in finanzieller Hinsicht. Auch der Umsatz ist besser überschaubar, dessen Ziele schneller erreichbar. Aktuelle Controlling-Instrumente können modern eingesetzt werden.

Der Einsatz der Kennzahl spielt eine wichtige Rolle für das Controlling in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Mit Hilfe der Kennzahl können KMU durchaus gute Strategien entwickeln, indem sie die Controlling-Instrumente dazu kombiniert und modern einsetzen. Operatives und strategisches Controlling und die jeweils zugehörige Kennzahl sind hilfreiche Instrumente für KMU.

Das operative Controlling ermöglicht die Sicherung der Liquidität. Hier geht es um Faktoren, Qualität, Erlöse, Kosten und Zeit. Die Kostenartrechnung beschäftigt sich damit, dass Kosten von Aufwendungen, Erträgen und Leistungen differenziert werden müssen. Dabei werden alle Kosten und Leistungen erfasst und aufgelistet. Die Kostenstellenrechnung verbindet Kostenarten- und Kostenträgerrechnung mit der Kosten- und Leistungsrechnung. Hier wird die Frage beantwortet, wo Kosten anfallen. Dazu werden die Kosten in unterschiedliche Bereiche gegliedert. So werden Leistungsbeziehungen modern mit einer Kennzahl ermittelt, wodurch die Wirtschaftlichkeit einer besseren Kontrolle unterliegt. Die Kostenträgerrechnung trägt zur Klärung bei, für welche Aufwendungen Kosten entstanden sind. Ihre Hauptaufgabe ist die Ermittlung von Herstell- und Selbstkosten. Eine weitere Methode des operativen Controllings ist die Vorkalkulation. In die Rechnung einbezogen werden alle Produkte, Leistungen oder Projekte auf der Basis der Kostenverrechnung. KMU können auch die Plankostenrechnung einsetzen, um Planungs- und Kontrollaufgaben zu lösen. Mit einer Kennzahl werden Plandaten über Schätzungen und Berechnungen aufgeschlüsselt. Dabei ist zwischen der starren oder flexiblen Plankostenrechnung zu differenzieren. Mit der Erwartungsrechnung können KMU Planziele modern und genau definieren, Ist- und Sollwerte erfassen, bestimmen und vergleichen, erforderliche Maßnahmen einleiten sowie ausführen und letztendlich kontrollieren.

Im strategischen Controlling werden alle langfristigen Planungen der KMU begutachtet. Hier spielt das mögliche Erfolgspotenzial eine große Rolle. Die Unternehmensanalyse befasst sich, unter Berücksichtigung der jeweiligen Kennzahl, mit den Stärken und Schwächen der KMU. Dabei gibt die Bilanzanalyse Aufschluss über die derzeitige und zukünftige Lage des Unternehmens. Diese Auskunft ergibt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Wertschöpfung kümmert sich um die tatsächlichen oder auch voraussichtlich stattfindenden Entwicklungsprozesse der Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens. Mit der Gap-Analyse können KMU strategische und operative Lücken modern aufdecken und die kommende Entwicklung analysieren. Die Wettbewerbsmatrix macht Strategien zur Bestimmung von Produktpolitik möglich und soll einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Für das strategische Technologiemanagement wird die Technologie-Portfolio-Analyse eingesetzt. Sie soll systematisch neue Technologien bewerten, um Investitionsentscheidungen in dieser Hinsicht zu optimieren. Um den Produktlebenzyklus, das heißt den Prozess zwischen Einführung und Fertigstellung des Guts, zu ermitteln, wird die Lebensdauer des Guts in unterschiedliche Abschnitte geteilt. Diese Maßnahme kann nur auf Güter angewendet werden. Das Konzept der Erfahrungskurve zeigt an, dass es von Vorteil ist, schnell große Marktanteile zu gewinnen, damit die internen Kosten gesenkt werden können. Hierdurch sinken die Kosten, die zur Wertschöpfung dienen. Die Umfeldanlayse ermittelt modern Chancen und Risiken der Wettbewerbssituation und des Marktes. Die Strategische Frühaufklärung soll dabei helfen Trends und Neuheiten auf dem Markt zu erkennen. Dies geschieht durch Identifikation und Analyse von Signalen des Umfeldes. Die Industriekostenkurve bei der strategischen Unternehmensplanung dient zur Ermittlung der Stückkosten im Verhältnis zu den Kapazitäten der Anbieter. Die Marktanalyse ist im Prinzip nichts anderes als die Marktforschung und dient der Informationsbeschaffung. Sie ist Grundlage für den Marketingplan oder das Konzept. Hieraus können alle Ziele und Maßnahmen von KMU weiterentwickelt werden.