Die 6 wichtigsten unternehmensinternen KPIs aus Personalwirtschaft & Controlling

unternehmensinterne KPIsAuch in einem Unternehmen gibt es viele und vor allem hilfreiche Kennzahlen und Indikatoren um die Effizienz eines Unternehmens zu messen. Mit diesen internen KPIs werden einzelne Abteilungen, Prozesse oder Bereiche einer Firma bewertet und gemessen.

Zunächst dreht es sich um Mitarbeiter und die Belegschaft – Kennzahlen aus der Personalwirtschaft:

Lohnquote

Dieser KPI misst, in welchem Anteil die fälligen Lohnkosten zum insgesamt erzielten Umsatz stehen. Im Regelfall sollte die Quote natürlich möglichst gering ausfallen, damit fällige Löhne nicht große Teile des potentiellen Gewinns für sich beanspruchen. Sie wird errechnet durch:

Lohnquote = Lohnkosten / Umsatz

Leistungsquote

Dieser Wert sagt aus, wie viel Leistung ein einzelner Mitarbeiter in einer bestimmten Periode bringt. So kann beurteilt werden, welche Mitarbeiter dem Unternehmen einen besonders hohen Gegenwert bringen und welche Mitarbeiter im direkten Vergleich hinter den Erwartungen zurückbleiben. Errechnet wird die Leistungsquote so:

Leistung je Mitarbeiter = 
Gesamtleistung / durchschnittl. Beschäftigte in der definierten Periode

Beschäftigungsgrad

Gibt das Verhältnis von der Plan- zur IST-Beschäftigung an. Er wird unterjährig ermittelt und soll aussagen, wie intensiv alle Mitarbeiter insgesamt ausgelastet werden. Er kann beispielsweise in Stunden errechnet werden, um einen allgemeinen Konsens zu errechnen. Zum Beispiel:

Beschäftigungsgrad = IST-Beschäftigung in h / Plan-Beschäftigung in h

Krankenquote

Krankheitsquote Kennzahl - ArbeitsbedingungenSie sagt aus, wie stark die Quote der kranken Mitarbeiter im Vergleich zur Gesamtheit ausfällt. Damit können unter anderem Rückschlüsse auf die Mitarbeiterstruktur, die Effizienz und die Arbeitsbedingungen getroffen werden. Sie wird folgendermaßen errechnet:

Krankenquote in % = 
(Anzahl kranker Mitarbeiter / Anzahl Mitarbeiter) * 100

 KPIs aus dem Finanzwesen/Controlling

Während obige Kennzahlen eher die Mitarbeiter betreffen, kann das Unternehmen natürlich auch in seiner Ganzheit evaluiert werden. Dafür können verschiedene Größen aus der GuV und der Buchhaltung genutzt werden.

Bekannte Größen, die in diesem Bereich eine Rolle spielen sollten, sind in jedem Fall das ordentliche und außerordentliche Betriebsergebnis, welche Aussagen über den Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens darstellt.

Auch die Eigenkapitalrentabilität spielt eine Rolle, wenn das eingelegte Kapital in seiner Wirtschaftlichkeit und Eigenkraft beurteilt werden soll. Die 3 Liquiditätsgrade sind ebenfalls elementar, um festzustellen, wie solvent ein Unternehmen zum aktuellen Zeitpunkt ist.

Lagerkennziffern

[adsense type=“wide skypscraper“ align=“left“]Im Handel sind die Kennzahlen zur Logistik und Produktion unverzichtbar. In diesem Sektor wird beispielsweise die Produktivität einer Maschine errechnet, auch die Lagerzinskosten und der durchschnittliche Lagerbestand spielen eine große Rolle bei der Evaluierung der Logistik. Besonders elementar ist die Lagerdauer, da diese bei kleinen und mittelständischen Unternehmen im Einkauf und Vertrieb eine große Rolle spielt. Sie wird folgendermaßen errechnet:

Lagerdauer = 
360 Tage / Umschlagshäufigkeit von Hilfs-, Betriebs-, Rohstoffen und Fertig- und Halbfabrikaten

Desto niedriger die Lagerdauer ausfällt, desto stärker ist die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens bemessen (aufgrund reduzierter Kapitalbindung).

Kundenbeziehungen

Egal ob B2B oder B2C, Kennzahlen zum Kundenstamm liefern direkte Angaben über die Qualität der eigenen Leistungen und den dazugehörigen Service. KPIs wie die Kundenzugangsquote und Kundenabgangsquote lassen zudem Rückschlüsse auf das Branding und Marketing zu. Ebenso sollte die interne Reklamationsquote zur dauerhaften Qualitätssteigerung genutzt werden – egal ob produziert oder lediglich verkauft wird.