Kennzahlen können Klickbetrug identifizieren

Klickbetrug findet meist da statt, wo eine Anzeige über PPC (Pay pro Click) abgerechnet wird. Warum der Klickbetrug stattfindet, kann sich in zwei elementare Gründe unterteilen. Der Hauptgeschädigte ist aber immer der Werbetreibende, der die Anzeige schaltet, sie vergütet und im Gegenzug einen wertlosen Nutzer erhält, der gar nicht erst plant, für ihn einen Umsatz zu generieren.

Warum wird Klickbetrug eingesetzt?

Hier existieren zwei Gründe. Der erste und populärste Grund ist die Steigerung der Einnahmen für den Webmaster. Dieser versucht durch mehr Klicks auf Anzeigen, die er auf seiner Webseite einbindet, auch mehr Umsatz zu generieren. Da ihm jeder einzelne Klick bei einer PPC-Kampagne vergütet wird, verdient er aktiv an jedem mit, hat im Gegenzug aber keine Nachteile, wenn der klickende User dem Werbetreibenden keinen Umsatz bringt. Die zweite Möglichkeit ist seltener, existiert aber dennoch. Durch gezielte Attacken auf PPC-Anzeigen könnten Konkurrenten versuchen einen Klickbetrug des Webmasters vorzutäuschen. Auf Webseiten, wo Google AdSense eingebunden wird, könnten zahlreiche Klicks von Konkurrenten daher dazu führen, dass ein Webmaster sein AdSense Konto Young business woman committing perjurygeschlossen bekommt, auch wenn er mit dem Betrug aktiv gar nichts zu tun hat. Dieser Grund ist zwar seltener und kann häufig mit dem Werbetreibenden/dem Netzwerk aufgeklärt werden, für den Webmaster ist es dennoch ärgerlich, da seine Reputation geschädigt und die kurzfristigen Einnahmen verringert werden – zugleich entsteht ihm ein nicht zu unterschätzender Aufwand, die Sache aus der Welt zu schaffen.

Mit welcher Kennzahl lässt sich Klickbetrug identifizieren?

Um den Betrug zu erkennen, muss die Kennzahl immer in Relation zur „eigentlichen“ Performance der Seite gesetzt werden. Dabei hilft es, sich die Kennzahl des Traffics näher anzuschauen. Generiert eine Webseite im Monat beispielsweise 20.000 unique Besucher und Einnahmen von 500 Euro, ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Seite im nächsten Monat den vierfachen Umsatz generiert, zugleich die Besucherzahlen aber nicht angestiegen sind – in diesem Fall liegt höchstwahrscheinlich ein Klickbetrug vor. Um die Kennzahl des Traffics nutzen zu können, müssen in dem Beispiel weitere Faktoren ausgeschlossen werden, beispielsweise eine Steigerung der Vergütung pro Klick oder eine Neu-Ausrichtung vom Design. Trifft keiner dieser Punkte zu, müssen die Klicks näher ausgewertet werden.

Als nächste Kennzahl wird betrachtet, welche Personen überhaupt die Anzeigen anklicken. IP-Adressen sind hilfreich und zeigen auf, ob diverse User, die eigentlich gar nicht die Sprache der Seite sprechen, vermehrt auf dieser erscheinen und überdurchschnittlich häufig Banner anklicken. Klickbetrug wird häufig über Proxy-Server realisiert, die zum Beispiel russische oder amerikanische IPs vortäuschen, auch wenn die Seite komplett in Deutsch ist. Das Nutzerverhalten ist allgemein die wichtigste Kennzahl, um Klickbetrug zu identifizieren. Jede Art von Verhalten, die von der Norm abweicht, zugleich aber überdurchschnittlich viel Umsatz generiert, ist verdächtig. Die Verweildauer und die aufgerufenen Seiten sind ebenfalls eine wichtige Kennzahl. Surft ein User nur die Webseite an, um einen Banner zu klicken, ist das nur höchst selten ein authentischer Klick.

Zugleich sollte die Kennzahl der Conversionrate nicht vernachlässigt werden, welche beim Werbetreibenden direkt ermittelt werden kann. Ist die Konvertierungsrate nur sehr gering oder hat sich schlagartig verringert, ist ebenfalls von einem Klickbetrug auszugehen.